Bernhard Schlinks Roman „Der Vorleser“
Kurzbeschreibung
Schlinks „Der Vorleser“ wird hier als Text der Nachgeschichte gelesen: nicht die direkte Darstellung des Holocaust steht im Vordergrund, sondern der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in der Bundesrepublik – aus der Perspektive eines Nachgeborenen, der nicht über Herkunft, sondern über eine Beziehung in Schuldzusammenhänge gerät.
Die Studie arbeitet das Problem der Gerechtigkeit gegenüber Tätern heraus, ohne Schuld zu relativieren. Zugleich wird sichtbar, wie Literatur einen Zugang zur Tätergeneration sucht, gerade weil dieser Zugang moralisch und psychologisch prekär bleibt.
Bibliografische Angaben
- Format
- Broschur / kartoniert
- Umfang
- 144 Seiten
- Sprache
- Deutsch
- Erscheinungsdatum
- 19.02.2004
- ISBN
- 978-3-937376-03-5